Das Kellerkind
ein beklemmender Psychothriller über Angst, Manipulation und die Frage, wie lange ein Mensch kämpfen kann, wenn ein anderer über jeden seiner Schritte bestimmt.
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Erleben Sie Nervenkitzel pur mit 'Das Kellerkind', einem fesselnden Psychothriller.
Die düstere Atmosphäre des verlassenen Kellerzimmers und die schockierende Geschichte
ziehen Sie sofort in ihren Bann. Dieses Buch ist ein Muss für alle Thriller-Liebhaber,
die packende Spannung und psychologischen Tiefgang suchen.
Als Clara plötzlich verschwindet, findet sie sich an einem Ort wieder, an dem es weder Fenster noch einen erkennbaren Ausgang gibt. Nur kahle Wände, eine verschlossene Tür – und acht geheimnisvolle Stahlfächer.
Schon bald begreift sie, dass ihre Gefangenschaft kein Zufall ist.
Jemand beobachtet sie. Jemand kennt ihre Angst, ihren Durst, ihre Verzweiflung – und scheint jede ihrer Reaktionen vorauszuahnen. Was zunächst wie eine Entführung wirkt, entwickelt sich zu einem grausamen psychologischen Spiel, dessen Regeln nur einer kennt.
Während Clara versucht, nicht die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, beginnt draußen die Suche nach ihr. Ihr Mann Klaus und die Polizei stoßen auf erste Spuren. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto deutlicher wird: Hinter Claras Verschwinden steckt weit mehr als ein spontanes Verbrechen.
Und irgendwo wartet jemand darauf, dass Clara die nächste Tür öffnet …
Kapitel 1 - Ein ganz normaler Tag
Das sanfte Licht der späten Nachmittagssonne tauchte die kleine Hafenstadt an der Côte d’Azur in ein warmes, goldensepiafarbenes Meer.
Vom nahegelegenen Mittelmeer wehte eine leichte, salzige Brise durch die schmalen Gassen, die den Duft von Kiefernnadeln und blühendem Oleander mit sich trug. Es war genau diese friedliche Atmosphäre, die Clara an ihrem Zuhause so sehr liebte.
Mit ihren 24 Jahren stand sie mitten im Leben. Ihr Medizinstudium neigte sich dem Ende zu, und wenn sie in den vollbesetzten Vortragssälen der Universität saß, lauschte sie den Ausführungen der Professoren mit einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude. Bald schon würde sie das Diplom in den Händen halten.
Nach der Vorlesung trat sie hinaus auf den von Bäumen gesäumten Campusplatz. Ihr Weg führte sie wie jeden Tag zu den Fahrradständern. Clara trat an ihr altes, mintgrünes Damenrad – und hielt abrupt inne.
Das Vorhängeschloss hing offen im Rahmen, der Bügel kalt und nutzlos heruntergeklappt.
Claras Stirn legte sich in Falten. Verunsichert blickte sie sich um. Studenten liefen lachend an ihr vorbei, irgendwo spielte jemand Gitarre – nichts wirkte ungewöhnlich. Hatte sie es am Morgen im Stress vor der ersten Vorlesung wirklich vergessen abzuschließen? Es sah ihr eigentlich gar nicht ähnlich.
Sie schüttelte kurz den Kopf, schob das ungute Gefühl beiseite, verstaute das Schloss im Korb und stieg auf.
Die Fahrt nach Hause war ihr liebstes Ritual. Sie pedalierte gelassen durch die Stadt, vorbei an dem belebten Supermarkt an der Hauptstraße, ehe sie vor der kleinen, familiären Bäckerei am Platz einlenkte.
Der verlockende Duft von frisch gebackenem Baguette und warmem Gebäck schlug ihr entgegen, als die Türglocke hell schrillte.
Mit einem freundlichen Lächeln der Bäckersfrau und einer Papiertüte voll frischem Brot und Semmeln im Gepäck setzte sie ihren Weg fort. Ihr Mann Klaus – erst 26, voller Tatendrang und frisch gebackener Architekt – würde heute erst spät aus seinem Büro zurückkehren, das gut 20 Kilometer außerhalb der Stadt lag. Die verbleibende Zeit war ganz für sie reserviert.
Als Clara ihr Rad hinter dem schmiedeeisernen Tor ihres kleinen Hauses abstellte, atmete sie tief ein.
Dieser Garten war ihr persönliches Paradies:
Die liebevoll gepflegten Beete, das satte Grün und die blühenden Hortensien verlangten nach ihrer Aufmerksamkeit. Sie streifte ihre Tasche ab, griff zur Gießkanne und genoss die Stille des anbrechenden Abends – völlig ahnungslos, dass die Stunden dieser Idylle bereits gezählt waren.